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Johanna Zoberbier hat sich einen Tag vor ihrem 14. Geburtstag mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels im Floorball selbst das schönste Geschenk gemacht. „Wir haben uns nach dem 2:1-Finalsieg gegen den FC Stern München riesig gefreut und auf dem Parkett getanzt“, erzählt die Angreiferin der SG Landsberg/Elster, die stolz auf die gelungene Titelverteidigung ist.

 

„In der Kabine ist dann richtig die Post abgegangen. Wir haben sogar unter der Dusche ganz laut Musik gehört“, blickt sie auf die kleine Party nach der Siegerehrung zurück. Der Teenager aus Listerfehrda, der in Jessen das Gymnasium besucht, schaut nach dem Triumph bereits in die Zukunft. „Nächstes Jahr visieren wir den Titel-Hattrick an“, sagt sie, denn ihre Mannschaft sei qualitativ gut besetzt.

Bis zur Titelverteidigung ist es jedoch ein weiter Weg gewesen. Die Spielgemeinschaft (U 15) zieht in Berlin zum Auftakt gegen den UHC Weißenfels 4:7 den Kürzeren. „Damit haben wir nicht gerechnet“, blickt Johanna Zoberbier zurück, die in diesem Match zwei Tore erzielt.

Nach dem Abpfiff schwören sich die Spielerinnen: Dies bleibt unsere einzige Niederlage! Für den Einzug in das Halbfinale muss die Mannschaft gegen den VfL Red Hocks Kaufering - Weißenfels hat gegen dieses Team 6:8 verloren - mit vier Toren Unterschied gewinnen, um den Sprung in die nächste Runde zu schaffen. 

Zoberbier schießt selbst drei Tore und legt mit diesem Hattrick den Grundstein zur schnellen 6:0-Führung. In den zweiten 20 Minuten kommt Kaufering (Bayern) zwar besser in die Partie, doch mehr als zwei Gegentreffer lassen die von Jens Zoberbier (Elster) und Christoph Hahn (Landsberg) betreuten Mädchen nicht zu. „Am Abend sind wir zusammen in die Pizzeria gegangen“, erzählt Coach Zoberbier und fügt an, dass die Stimmung ausgelassen gewesen sei.

In der Vorschlussrunde kommt es knüppeldick. Angstgegner MFBC Leipzig/Grimma steht der SG in der Berliner Lilli-Henoch-Sporthalle gegenüber. Die Sachsen haben Landsberg/Elster in der vergangenen Regionalliga-Saison zweimal geschlagen. „Aber immer nur mit einem Tor Unterschied“, so Trainer Zoberbier, der bei den Deutschen Meisterschaften ebenfalls ein Match auf Augenhöhe sieht.

Die Teenager aus Sachsen gehen zweimal in Führung (1:0, 2:1), doch nach dem erneuten Ausgleich dreht die SG ordentlich auf. Johanna Zoberbier gelingt der nächste Hattrick, der Weg Richtung Finale ist geebnet. „Beim Zwischenstand von 4:2 habe ich erstmals gespürt, dass wir es packen können“, sagt die Torschützin, die nach dem Schlusspfiff (5:3) einen „ordentlichen Jubelschrei“ ausstößt.

Da viele Sportler bekanntlich abergläubisch sind, greifen die beiden Trainer in die Trickkiste. „Wir sind beim Titelgewinn im vergangenen Jahr vor dem Finale mit den Mädchen Eis essen gegangen“, verrät Coach Zoberbier, der zusammen mit Hahn 2018 ebenfalls auf dieses Erfolgsrezept setzt. Vor etwa 100 Zuschauern legt die SG los wie die Feuerwehr beim Großeinsatz.

Die torhungrige Angreiferin aus Listerfehrda verbessert ihre persönliche Statistik mit zwei weiteren Treffern und lässt die Mannschaft vom erneuten Titelgewinn träumen (2:0). Der FC Stern München gestaltet die Partie in der Folgezeit offen, doch mehr als der Anschlusstreffer gelingt der Truppe aus Bayern nicht. „In den letzten Minuten haben die Mädchen nichts mehr anbrennen lassen“, freut sich der Trainer, der mehrfach betont, wie stolz er auf das Team ist.

„Und selbstverständlich auf meine Tochter“, fügt er an. Zu der erfolgreichen Mannschaft hat auch Lena Lopatta gehört, die wie Zoberbier aus Listerfehrda stammt. Die große Sause nach dem Finaltriumph ist im Übrigen ausgeblieben. „Es ist Fußball-WM“, meint der Übungsleiter. Davon wollen alle so wenig wie möglich verpassen. Rein ins Auto, ab nach Hause. 

Quelle: MZ web
Autor: Thomas Tominski

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https://www.mz-web.de/jessen/deutscher-meister-im-floorball-starker-titelverteidiger-30706988